Lernende und Mitarbeiter werden knapp
Die Vorboten des demografischen Wandels zeichnen sich bereits auf dem Arbeitsmarkt ab: Unternehmen der Zukunft werden wieder mit unbesetzten Stellen und Bewerbermangel umgehen lernen.
Das dokumentiert eine Umfrage, welche die Personalmarketing-Agentur Terra veranstaltet hat.
Ergebnis:
Dass der Bedarf an Ingenieuren und qualifizierten Facharbeitern deutlich steigen wird, geben 63 Prozent der Personalabteilungen an.
Überdies wird es schwieriger, Lehrlinge vom Markt zu beschaffen. Hauptgrund für diesen Engpass ist die abnehmende Zahl ausreichend qualifizierter Bewerber. Hier kommen zwei Gründe zusammen: Nicht nur die Demografie wird den Nachschub ausdünnen, sondern auch der wachsende Anteil von drop outs - also solchen Absolventen der Schulausbildung, die nicht über elementare Fähigkeiten im Lesen, Schreiben und Rechnen verfügen. Bereits heute können 15 Prozent der Betriebe nicht alle Lehrstellen besetzen, vornehmlich in den Branchen Industrie, Handel und Gastronomie.
Die Folgen der Veränderungen am Arbeitsmarkt:
Unternehmen bessern Bildung nach. Betriebliche Bildung für Lehrlinge wird an Bedeutung gewinnen.
Kandidaten müssen nachqualifiziert werden, damit sie für die avisierte Laufbahn geeignet sind.
Aussteiger-Quote senken. Jede abgebrochene Lehre und jeder Mitarbeiter, der in der Probezeit kündigt, hinterlässt künftig eine Lücke, die nur schwer zu füllen ist. Deshalb setzen Rekrutierer verstärkt auf treffsichere Auswahlverfahren und gezielte Mitarbeiter-Bindung.
Arbeitgeber-Werbung gewinnt an Gewicht. Betriebe mit Mitarbeiter-Mangel werden wieder mehr Aufwand für die Rekrutierung betreiben.
Mehr Info: Studie Trends im Personalmarketing 2004 - 2008 (25 Seiten, 75 Euro), Bezug: Fax 02261/70 98 50 oder Internet, Autor: Thomas Kleb, Geschäftsführer, Tel: 02261/70 98 21, E-Mail: thomas.kleb(at)terrapersonal.de